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Im Rettungsboot
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Im Rettungsboot (Original The Open Boat) ist eine ErzĂ€hlung des amerikanischen Autors Stephen Crane (1871â1900), die ursprĂŒnglich im Juni 1897 in Scribnerâs Magazine in New York veröffentlicht wurde. Die Geschichte erschien erneut 1898 als Titelgeschichte in der Sammlung The Open Boat and Other Tales of Adventure und wurde spĂ€ter zusammen mit The Red Badge of Courage (dt. Die rote Tapferkeitsauszeichnung, auch Die rote Tapferkeitsmedaille) in die Anthologie The Red Badge of Courage and Selected Prose and Poetry aufgenommen.cite-ref-1[1] Eine deutsche Ăbersetzung von Hans Reisiger erschien erstmals 1948 unter dem Titel Im Rettungsboot; 2016 wurde eine NeuĂŒbersetzung von Lucien Deprijck unter dem Titel Das offene Boot veröffentlicht.cite-ref-2[2]
In der ErzĂ€hlung verarbeitet Crane seine eigenen Erfahrungen als Ăberlebender nach dem Untergang des Schleppers Commodore am 2. Januar 1897.cite-ref-3[3]
Contents
âą Inhalt
âą Interpretation
âą Kritik
âą Sonstiges
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Inhalt
Nach dem Schiffbruch des Schleppers Commodore nahe der KĂŒste Floridas versuchen der KapitĂ€n des Schiffes, der Schiffskoch, ein Maschinist und einer der Passagiere, ein namentlich nicht genannter Zeitungskorrespondent, in einem kleinen offenen Boot die rettende KĂŒste Floridas zu erreichen. Die Geschichte schildert eindringlich ihren dreiĂigstĂŒndigen Ăberlebenskampf auf tobender See. Ihre anfĂ€ngliche Hoffnung, von einem angesteuerten Leuchtturm aus bemerkt zu werden und Hilfe zu erhalten, zerschlĂ€gt sich nach kurzer Zeit. Trotz der um sich greifenden Verzweiflung geben die vier SchiffbrĂŒchigen ihren scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Naturgewalten dennoch nicht auf. Unmittelbar bevor es ihnen gelingt, das Land zu erreichen, zerschellt ihr Rettungsboot in der Brandung. Mit nahezu heroischer Anstrengung mobilisieren die vier ihre allerletzten KrĂ€fte, um die Brandung zu durchschwimmen. WĂ€hrend es dem KapitĂ€n, dem Koch und dem Berichterstatter gelingt, das rettende Ufer zu erreichen, findet der Maschinist seinen Tod genau in dem Augenblick, in dem er an Land gelangt.
Interpretation
Die ErzĂ€hlung beginnt unvermittelt mit dem Satz: âKeiner von ihnen hatte einen Blick ĂŒbrig fĂŒr die FĂ€rbung des Himmels.â Ăber die Situation, in der die Protagonisten der Kurzgeschichte sich befinden, gibt erst der zweite Satz Auskunft: âIhre Augen spĂ€hten immer nur flach hinaus und kamen nicht los von den Wogen, die unablĂ€ssig auf sie zujagten.âcite-ref-4[4] Der Einschlag des Paradoxen ist, wie Oppel in seiner Deutung der Kurzgeschichte anmerkt,cite-ref-5[5] unverkennbar: ganz von Wasser und Himmel umgeben, sehen die SchiffbrĂŒchigen wohl das eine, nicht aber das andere. Der Himmel bleibt fĂŒr sie unsichtbar und, wie sich spĂ€ter zeigen wird, âstummâ. Der personale ErzĂ€hler hĂ€lt zunĂ€chst daran fest, die Situation mit den Augen der SchiffbrĂŒchigen zu sehen, die ausschlieĂlich auf den drohenden Wellenschlag gerichtet sind. In antithetischer FĂŒgung werden die schiefernfarbenen Wogen mit ihrem schĂ€umenden WeiĂ an den KĂ€mmen den Farben der See gegenĂŒbergestellt, die die MĂ€nner kannten. Mit Hilfe poetischer Elemente wird wirkungsvoll das intensive Nacherleben des ErzĂ€hlten von Anfang an gesichert. Was da erzĂ€hlt und vom Leser nacherlebt werden soll, ist das Schicksal von Menschen, die in einer âGemeinschaft des VerhĂ€ngnisses der tobenden See ausgeliefert sind.â Der Himmel markiert in konkret rĂ€umlicher Vorstellung eine Region, die dem Blick der von den Sturmwogen umringten MĂ€nnern entzogen bleibt, in metaphorischer Verwendung aber â Oppel zufolge â zeigt, dass keiner von ihnen ein gesichertes Wissen ĂŒber das VerhĂ€ltnis des einzelnen Menschen zum Universum oder zu kosmischen KrĂ€ften wie Gott, Schicksal oder Vorhersehung besitzt. Am Ende der Geschichte steht âder Verzicht darauf, irgendetwas absolut ZuverlĂ€ssiges ĂŒber die Möglichkeit des Menschen, Natur und Universum zu verstehen, aussagen zu wollen.âcite-ref-6[6]
Im Rettungsboot ist nach Oppel durch âein hohes MaĂ an kompositorischer Geschlossenheitâ sowie einen âhohe[n] Grad an Kunstfertigkeitâ in der ErzĂ€hlstruktur mit einer âungewöhnliche[n] Konzentration auf die Situation der SchiffbrĂŒchigenâ gekennzeichnet; die Kurzgeschichte ist ganz im Sinne der von Edgar Allan Poe zuvor definierten charakteristischen Anforderungen an diese ErzĂ€hlform auf das Erreichen eines âsingle effectsâ (d. h. einer einzigartigen Wirkung) angelegt und unterscheidet sich eben dadurch von einem rein journalistischen Bericht. Die gesamte Vorgeschichte des Schiffbruchs wird ausgeblendet; die Perspektive ist ausschlieĂlich auf die vier Insassen des Bootes und ihre dreiĂigstĂŒndige Sturmfahrt verengt, alles wird gleichsam von innen gesehen dargestellt.cite-ref-7[7]
Der ErzĂ€hler hĂ€lt sich selbst im Hintergrund, es gibt nur wenige Passagen, in denen sich erzĂ€hltechnisch ein auktorialer Kommentar finden lĂ€sst; der Leser erhĂ€lt allein einige Orientierungshilfen, um die Empfindungswelt der Figuren nachvollziehen zu können. So heiĂt es z. B. in der Eingangspassage der ErzĂ€hlung: âManch einer mag eine Badewanne haben, gröĂer als das Boot, das hier auf der See tanzte.âcite-ref-8[8] Dieser nahezu sarkastische Vergleich mit der Badewanne entspricht dem GefĂŒhl der Verlorenheit, das die SchiffbrĂŒchigen ĂŒberkommt, und schafft eine ironische Spannung mit dem Ziel, den Widerspruch zwischen menschlicher Hoffnung und unbeirrbarer RealitĂ€t darzutun.cite-ref-9[9]
Zudem verzichtet der ErzĂ€hler darauf, die vier SchicksalsgefĂ€hrten nach Art und Charakter deutlich zu differenzieren. Die vier MĂ€nner sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen in ihrem gemeinsamen BemĂŒhen, trotz der widrigen UmstĂ€nde ihr Leben zu retten; Unterschiede zwischen Rang und Bildung spielen keine Rolle mehr. Es geht einzig darum, in dem verzweifelten Kampf gegen die Naturgewalten das Blatt doch noch zu ihren Gunsten zu wenden. Die zunehmende Verzweiflung kommt in der Frage nach dem âWarumâ zum Ausdruck, die â erst einmal angeklungen â die Geschichte bis zu ihrem Ende durchzieht. Den SchiffbrĂŒchigen begegnet das ihnen feindlich gesinnte Schicksal in Form der entfesselten Naturgewalten, gegen die der Mensch nur wenig ausrichten kann; im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Sinn des menschlichen Daseins und der den Menschen beherrschenden GesetzmĂ€Ăigkeiten.cite-ref-10[10]
Dennoch geht es Crane nicht allein um das VerhĂ€ltnis des Menschen zur Natur, sondern ebenso um sein VerhĂ€ltnis zu seinesgleichen: âEs wĂŒrde schwer sein, die verhaltene BrĂŒderlichkeit zu beschreiben, die hier inmitten der WasserwĂŒste zwischen den vier MĂ€nnern erwacht war. Keiner sprach es aus. Aber sie war da in dem kleinen Boot, und jeder fĂŒhlte sich davon etwas erwĂ€rmt [...] und sie waren Freunde â Freunde in einem stĂ€rkeren Sinne als gewöhnlich, eisern zusammengeschlossene Schicksalsgenossen.âcite-ref-11[11]
In der tiefempfundenen Spannung zwischen Einsamkeit und mitmenschlicher Verbundenheit erinnert sich der Berichterstatter an die Verse vom sterbenden FremdenlegionĂ€r in Caroline E. S. Nortons Gedicht Bingen on the Rhine, in dem ein Soldat sein Sterben als sinnwidrig erlebt, da seine Geliebte in der Heimat auf ihn wartet und sein Leben vor der eigentlichen ErfĂŒllung endet. Der Tod des FremdenlegionĂ€rs ist fĂŒr den Berichterstatter ein weiteres Zeichen fĂŒr âdie erschreckende GleichgĂŒltigkeit des Universums, das unerbittlich seine Kreise zieht, ohne sich vom Bangen und Hoffen der sterblichen Kreaturen beeindrucken zu lassenâ, schreibt Oppel in seiner Deutung dieser SchlĂŒsselpassage der ErzĂ€hlung.cite-ref-12[12]
Am Ende ist es der Maschinist, der kĂŒhnste Schwimmer unter den vier SchiffbrĂŒchigen in der Brandung, der den Tod findet; er hĂ€tte es nicht weniger, sondern eher mehr als die anderen verdient zu ĂŒberleben; sein Tod ist schlechterdings sinnlos. Augenscheinlich, so Oppel, möchte Crane zeigen, âdass ethische oder sonstige QualitĂ€ten ganz belanglos sind, wenn der Mensch in das RĂ€derwerk auĂermenschlicher Gewalten gerĂ€t.âcite-ref-13[13]
Kritik
Im deutschsprachigen Raum lobt Manfred Durzak 1980, Crane habe in seiner Kurzgeschichte âden Kampf der vier SchiffbrĂŒchigen mit der Unerbittlichkeit des in Aufruhr geratenen Meeres zu einem der klassischen Texte in der Geschichte der amerikanischen Short Story verdichtet.â Weiterhin schreibt er: âDie beispiellose Faszination, die der Text von Crane ausstrahlt, besteht darin, daĂ er den Ăberlebenskampf der MĂ€nner, die sich hartnĂ€ckig dem Aufruhr der Elemente widersetzen, das kaum noch zu bĂ€ndigende Rettungsboot dennoch bĂ€ndigen, sich bei dem endlosen Kampf gegen Sturm und Meereswogen ablösen, ganz konkret ohne aufgesetzte Tendenzen zum Gleichnis einer existentiellen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur erhöht. Die Natur wird nicht nur aus der Perspektive der hoffnungslos KĂ€mpfenden zu einem monströsen Feind des Menschen deklariert und aus der psychologischen Perspektive der Betroffenen gezeigt, sondern in ihrer grandiosen unmenschlichen Kraft, ja in ihrer Schönheit in Bildern von poetischer PrĂ€zision und unerhörter EindrucksstĂ€rke eingefangen.âcite-ref-14[14]
Bei Daniela Götzfried heiĂt es 2008: âStephen Crane, ein Zeitgenosse OâHenrys, machte es sich gezielt zur Aufgabe, die journalistische Reportage so weiterzuentwickeln, dass eine Prosa entsteht, die durch exakte Vorgangsbeschreibung einen doppelbödigen Verlauf aufzeigen und einen nachhaltigen Eindruck von Wirklichkeit vermitteln kann. In seiner MeistererzĂ€hlung Im Rettungsboot scheint ihm diese Konzeption gelungen zu sein. Durch die genaue Schilderung der Ă€uĂeren Situation vermittelt er implizit eine existentielle Situation und ein damit verbundenes oberflĂ€chlich nicht zu erkennendes Geschehenâ.cite-ref-15[15]
Wirkungsgeschichte
In dem Gesamtschaffen von Crane stellt Im Rettungsboot dasjenige seiner Werke dar, das in der anglo-amerikanischen Welt von Literaturwissenschaftlern, Kritikern und anderen Dichtern gleichermaĂen oftmals lobend erwĂ€hnt wird und in mehreren Anthologien aufgenommen wurde. So wurde The Open Boat beispielsweise 1927 in Wilson Folletts zwölften Band der Gesammelten Werke von Crane, 1952 von Robert W. Stallman in Stephen Crane: An Omnibus und 2000 erneut von M. Myers in Stephen Crane : an anthology in memoriam (1871â1900) veröffentlicht. In der englischsprachigen Presse finden sich zahlreiche Rezensionen, die die besondere Bedeutung dieser ErzĂ€hlung hervorheben, beispielsweise in der New York Times, wo es heiĂt, Crane komme schon allein aufgrund dieser Kurzgeschichte ein hoher Stellenwert in der amerikanischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts zu.cite-ref-16[16]
Wie Manfred Durzak herausstellt, reicht die poetische Genealogie von Im Rettungsboot zurĂŒck zu Poes A Descent into the Maelstroem (dt. Hinab in den Maelström auch Der Sturz in den Maelstroem oder Im Wirbel des Maelstöm) und wird in der deutschen Nachkriegsliteratur wieder aufgenommen, etwa in Ernst Schnabels Kurzgeschichte Hundert Stunden vor Bangkok oder Siegfried Lenzâ Stimmungen der See.cite-ref-17[17]
Dietmar Haack verweist in seiner vergleichenden Analyse von Cranes ErzĂ€hlung mit der Kurzprosa Ernest Hemingways auf die âParallelitĂ€t der darstellungstechnischen GrundsĂ€tze Cranes und Hemingwaysâ und sieht in dieser Hinsicht Crane als VorlĂ€ufer einer Entwicklung, die mit Hemingway ihren Höhepunkt erreicht.cite-ref-18[18]
Hemingway selbst bekundete in einem Interview ausdrĂŒcklich sein eigenes Interesse an Cranes Gesamtwerk sowie speziell an The Open Boat. So Ă€uĂerte er sich in einem GesprĂ€ch mit Kandisky, der ihm auf einer Safari Fragen ĂŒber amerikanische Schriftsteller stellte, zu Crane folgendermaĂen: â[He] wrote two fine stories, 'The Open Boat' and 'The Blue Hotel'.â (dt. sinngemĂ€Ă: [Er] schrieb zwei hervorragende Geschichten, 'Im Rettungsboot' und 'Das blaue Hotel')cite-ref-19[19]
Historischer Hintergrund
Bei der Erstveröffentlichung in Scribnerâs Magazine im Juni 1897 trug die ErzĂ€hlung den Untertitel âA Tale Intended to be after the Factâ (d. h. eine Geschichte, die den Bezug zum ursprĂŒnglichen faktischen Erlebnis herstellen möchtecite-ref-20[20]), wobei allerdings nicht zweifelsfrei geklĂ€rt werden konnte, ob dieser Zusatz wirklich von Crane selber stammt.cite-ref-21[21]
Der Untertitel spielt damit auf das historisch belegte Ereignis an, das Crane beim Untergang des Schleppers Commodore im Morgengrauen des 2. Januar 1897 als Passagier selbst miterlebte, wĂ€hrend er als Korrespondent von Bachellerâs Syndicate auf dem Weg nach Kuba war, um ĂŒber die dortige Rebellion zu berichten. Von den 27 Passagieren und Besatzungsmitgliedern ĂŒberlebten einzig der KapitĂ€n Edward Murphy, der Maschinist Billy Higgins, der Koch Charles Montgomery und der Berichterstatter Stephen Crane, die um die Mittagszeit des 3. Januar in einem winzigen Rettungsboot völlig erschöpft das Land erreichten.cite-ref-22[22]
Nach einem sensationell aufgemachten Pressebericht in der New York Press veröffentlichte Crane selbst seine eigene Version der Ereignisse, die in der Ausgabe der New York Press vom 7. Januar 1897 unter dem Titel âStephen Craneâs Own Storyâ (âStephen Cranes eigene Geschichteâ) abgedruckt wurde. Crane reduzierte in diesem Zeitungsbericht seine eigene Rolle auf die eines reinen Beobachters und konzentrierte sich auf den KapitĂ€n Murphy und den Maschinisten Higgins, die er in dem Artikel als Helden darstellte.cite-ref-23[23]
Nach den eigenen Erlebnissen im Rettungsboot verlieĂ Stephen Crane nach seiner frĂŒhen Geschichte An Experiment in Misery in The Open Boat den Bereich der Spekulation; die im Untertitel angedeutete Beziehung zum ursprĂŒnglich faktischen Erleben schaltet mit diesem Hinweis die Spekulation aus. Dies bedeutet jedoch nicht, wie Haack in seiner Analyse der ErzĂ€hlung betont, dass Crane âsklavisch einer FaktizitĂ€t anhĂ€ngt, die sowieso nur Idealbild sein kann.â Haack zufolge versucht Crane, sein Erlebnis in der ErzĂ€hlung zu verarbeiten, ist jedoch darum bemĂŒht, dieses âohne EinbuĂe des Wahrheitsgehalts in eine literarische Kurzform zu transportieren, die zwar nicht unbedingt âobjektiveâ Fakten liefert, die Wahrheit aber nicht einer Manipulation durch den Schriftsteller ausliefern will.âcite-ref-24[24]
Sonstiges
James Thurber veröffentlichte 1950 die ErzĂ€hlung MS Found in a book.cite-ref-25[25] Darin ging es vordergrĂŒndig um eine Erstausgabe von Stephen Cranes The Open Boat, die Thurber angeblich von einem Freund erhalten hatte, der sie seinerseits fĂŒr einen Vierteldollar in einem Antiquariatsbuchladen in Columbus erwarb. In der verschachtelten VerschlĂŒsselung dieser ErzĂ€hlung erklĂ€rte Thurber die Ausgabe fĂŒr authentisch, da darin ein noch verschlossener Brief enthalten war, den C.N. Bean an Mr. Remo gesendet hatte, in dem er eine Diskussion mit Crane in Havanna 1898 schilderte.cite-ref-26[26] Allerdings bezog sich Thurber in dieser ErzĂ€hlung vorrangig auf Edgar Allan Poes zweite Kurzgeschichte MS. Found in a Bottle (auch Die Flaschenpost).cite-ref-27[27]
Literatur
âą Martin Dolch: The Open Boat. In: John V. Hagopian, Martin Dolch (Hg.): Insight I âą Analysis of American Literature, Hirschgraben Verlag, Frankfurt am Main 1971, S. 36â41.
âą Dietmar Haack: âThe real thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt am Main, 3. Auflage 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 76â84.
âą Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 191â204.
Weblinks
Wikisource: The Open Boat
â Quellen und Volltexte (englisch)
⹠The Open Boat, Adaptation des CBS-Radioprogramms Escape (1953). (englischsprachiger Hörtext), abgerufen am 19. Oktober 2013
Einzelnachweise
cite-note-22. â Stephen Crane: Im Rettungsboot · ErzĂ€hlung. Herausgegeben von Hans Hennecke. Ăbersetzt von Hans Reisiger. MĂŒller und Kiepenheuer Verlag, Bergen 1948. Cranes Kurzgeschichte ist seitdem mehrfach ins Deutsche ĂŒbersetzt worden und in verschiedenen Kurzgeschichtensammlungen amerikanischer ErzĂ€hlliteratur im deutschsprachigen Raum leicht zugĂ€nglich. In der Ăbersetzung von Anneliese Dangel aus dem Jahr 1957 wurde die Geschichte beispielsweise erneut in der von Martin Schulze 2011 herausgegebenen Anthologie Amerikanische MeistererzĂ€hlungen im Kölner Anaconda Verlag, ISBN 978-3-86647-701-8, als Lizenzausgabe des (Ost-)Berliner Aufbau Verlags veröffentlicht. Die NeuĂŒbersetzung von Lucien Deprijck erschien in dem Sammelband Stephen Crane: Das offene Boot und andere ErzĂ€hlungen. Mare Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3866-48263-0.
cite-note-33. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 195.
cite-note-44. â zitiert nach der Ăbersetzung von Reisiger, Stephen Crane: Im Rettungsboot · ErzĂ€hlung. MĂŒller und Kiepenheuer Verlag, Bergen 1948, S. 5.
cite-note-55. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 191.
cite-note-66. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 192 f.
cite-note-77. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 194â196 und S. 198.
cite-note-88. â zitiert nach der Ăbersetzung von Reisiger, Stephen Crane: Im Rettungsboot · ErzĂ€hlung. MĂŒller und Kiepenheuer Verlag, Bergen 1948, S. 5.
cite-note-99. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 197.
cite-note-1010. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 198 f.
cite-note-1111. â zitiert nach der Ăbersetzung von Reisiger, Stephen Crane: Im Rettungsboot · ErzĂ€hlung. MĂŒller und Kiepenheuer Verlag, Bergen 1948, S. 11.
cite-note-1212. â Vgl. zu den intertextualen BezĂŒgen die ausfĂŒhrlichere Darstellung bei Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 201.
cite-note-1313. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 202 f.
cite-note-1414. â Manfred Durzak: Die deutsche Kurzgeschichte der Gegenwart: AutorenportrĂ€ts â WerkstattgesprĂ€che â Interpretationen, Reclam-Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-15-010293-6, S. 219 f.
cite-note-1515. â Daniela Götzfried: Die Gattung Kurzgeschichte. Grin Verlag MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-638-89714-3, S. 7.
cite-note-1616. â Vgl. dazu die AusfĂŒhrungen bei Michael W. Schaefer: A Reader's Guide to the Short Stories of Stephen Crane. G.K. Hall & Co. New York 1996, ISBN 0-8161-7285-4. Ebenso z. B. Richard M. Weatherford: Stephen Crane: The Critical Heritage. Routledge. New York 1997, ISBN 0-415-15936-9.
cite-note-1717. â Manfred Durzak: Die deutsche Kurzgeschichte der Gegenwart: AutorenportrĂ€ts â WerkstattgesprĂ€che â Interpretationen, Reclam-Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-15-010293-6, S. 220.
cite-note-1818. â Vgl. detailliert Dietmar Haack: âThe real thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hrsg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt a. M., 3. Auflage 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 70ff.
cite-note-1919. â Hemingway, Green Hills of Africa, New York 1935, S. 22. Hier zitiert nach Dietmar Haack: âThe real thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hrsg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt a. M., 3. Auflage 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 70f.
cite-note-2020. â Vgl. Dietmar Haack: âThe Real Thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hrsg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt et al., 3. Aufl. 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 64â75, hier S. 69.
cite-note-2121. â Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 194.
cite-note-2222. â Vgl. detailliert Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 194f. Vgl. dazu auch die Darstellung bei Dietmar Haack: âThe real thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hrsg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt a. M., 3. Auflage 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 69f.
cite-note-2323. â Vgl. detailliert die Angaben und Belege bei Horst Oppel: Stephen Crane âą The Open Boat. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, DĂŒsseldorf 1972, ISBN 3-513-02212-3, S. 195.
cite-note-2424. â Dietmar Haack: âThe real thingâ: Hinweise zu einem Darstellungsprinzip bei Stephen Crane und Hemingway. In: Paul Goetsch (Hrsg.): Studien und Materialien zur Short Story. Diesterweg Verlag, Frankfurt a. M., 3. Auflage 1978, ISBN 3-425-04215-7, S. 69f.
cite-note-2525. â Bermudian, August 1950, Letter from the States. Vgl. dazu detailliert Stephen K. Hoffmann: Sailing in the Self: Jung Poe, and "MS. Found in a Bottle". In: Tennessee Studies in Literature. 26, 1981, S. 66â74.
cite-note-2626. â Burton R. Pollin: Poeâs Seductive Influence On Great Writers. iUniverse, New York 2004, S. 135.
cite-note-2727. â Stephen K. Hoffmann: Sailing in the Self: Jung Poe, and "MS. Found in a Bottle". In: Tennessee Studies in Literature. 26, 1981, S. 66â74.